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Oberamtmännin Anna-Elisabeth Schwartz übernahm 1695 als Pächterin
den vom Braunschweigischen Klosterrats Kollegium verwalteten Klosterhof
Hakenstedt. Das Klosterrats Kollegium fungierte als Rechtsnachfolgerin des Zisterzienserklosters Mariental.
1317 hatte Bischof
Albrecht von Halberstadt dem Kloster das Patronat von „St.
Marien“ übertragen.
Anna Elisabeth Schwartz veranlasste den barocken Umbau des zu
Anfang des 16. JH errichteten Kirchenschiffes. Die umfangreichen Arbeiten am
Kirchenschiff begannen 1710 und endeten 1726.
Nach dem Tod seiner Mutter, die 1723 bei Kerzenschein im Kirchengewölbe ihre letzte Ruhe fand, führte ihr Sohn, Kriegsrat Friedrich-Franz
Schwartz, die Bauarbeiten fort.
Autorin Marie Luise Harksen informiert im 1961 erschienen Werk
„Die Kunstdenkmale des Kreises Haldensleben.“ u.a.:
„Der barocke Umbau umfasste
eine Neubefensterung, eine Erhöhung der Schiffmauern, den Anbau des
Patronatsstuhles, der Vorhalle, der Leichenhalle und die Innenausstattung. Ihr
Sohn ließ das Obergewölbe mit Stukkatur verfestigen, Kanzel, Orgel, Prieche,
Beichtstuhl vergolden und das übrige malen. Eine Wiederherstellung des Inneren fand 1905 statt, dabei sind
vermutlich die Deckenstukkaturen und die Emporen der Langseiten entfernt. Die
Westempore erhielt einen Vorbau. Erneuert wurden der gesamte Anstrich und die
Fensterverglasung. 1911 Trockenlegung der Kirchenmauern, Anlage des
elektrischen Lichts, Anschaffung eines neuen Taufsteins. 1930 Einrichtung für
elektrisches Läuten der Glocken.“
Familie Schwartz hatte Pachtrechte bis 1733 inne, verließ danach
den Ort.